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StudiPat
Im ersten Semester zweistündige Einführungsveranstaltung in kleinen Gruppen (bis 10 Studenten). Während des Semesters Kontaktaufnahme mit einer akkreditierten Ausbildungspraxis; dort wird ein Patient ausgewählt, mit dem der Studierende bis zum achten Semester kommuniziert. Über den Patientenkontakt wird semesterweise ein fortlaufendes Dossier erstellt, in dem die Anamnese und die gesundheitlichen Ereignisse des Betreffenden dargestellt werden. Der Kontakt mit dem Patienten sollte weitgehend selbständig gehalten werden, die Inhaber der Ausbildungspraxen sind im Wesentlichen organisatorisch für die Patientenauswahl und -information zuständig. Für sachlich-fachliche Rückfragen sind sie ansprechbar; zusätzlich halten die Leiter des Schwerpunktes Allgemeinmedizin regelmäßig Sprechstunden ab, während der spezielle Fragen besprochen werden können. 

Themenkatalog des StudiPat:

soziale Anamnese: Familie, Beruf, Hobbys, soziales Umfeld

Krankheitsgeschichte: Welche Erkrankungen sind wann aufgetreten? Wie haben Erkrankungen das Leben verändert? Welche aktiven Leistungen zum Gesundheitserhalt erbringt der Patient? Wie wird die Lebensqualität empfunden?
Arzt-Patient: Erfahrungen mit Ärzten und Kliniken. Was erwartet der Patient von (s)einem Arzt? Welche Defizite im Gesundheitssystem werden offenbar?
erlebte Anamnese: Wie wirkt der Patient? Welche Assoziation löst das Gespräch mit dem Patienten aus? (nach MORTSIEFER)
Anmerkungen zu den StudiPat-Dossiers

Die bisher vorliegenden Dossiers sind so unterschiedlich in ihrer Form und Ausdruckskraft wie die Patienten, die Ausbildungspraxen und die Studierenden. In den meisten Fällen erscheint der Sinn des Programms allerdings gut erfasst.

Wir wünschen uns für die Weiterführung des Projekts, dass

  • die Dossiermappe chronologisch weitergeführt wird
  • alle Dossiers zusammen vorgelegt werden
  • keine Wiederholungen von Anamnese und Erstbefund geschrieben werden
  • die Dossiers abgeheftet, aber nicht in Prospekthüllen „versiegelt“ werden
  • keine Arztbriefe aus Krankenhäusern als eigene Schreibleistung ausgegeben werden
  • der „Jargon“ unseres Faches, also die literaturübliche Fachsprache, benutzt, aber auch verständig erklärt wird
  • Namen (von Medikamenten u.ä.) exakt und nicht lautmalerisch verwendet werden
  • die subjektiven Beschwerden, das Befinden der Patienten subtiler erfragt und beschrieben werden und dass
  • alle wissen, dass man „Arzt“ nicht: „Artzt“ schreibt..

Anleitung zur Erstellung des StudiPat-Dossiers (Stand 14.01.08)

Formatvorlage (Stand 27.11.12)

Formatvorlage Deckblatt (Stand 14.01.2012)

Die Spielregeln (Stand 04.04.11)

Prof. Bödecker und Prof. Robertz

 

Blockpraktikum
Das BP im Fach AM findet zwischen dem achten und neunten Semester während zehn zusammenhängender Tage in einer akkreditierten Ausbildungspraxis (mit honoriertem Sondervertrag) statt, dies soll nach Möglichkeit dieselbe Praxis sein, in der auch das StudiPat-Programm durchgeführt wurde.

Ziel ist die Anleitung zu selbstständiger Tätigkeit am Patienten und die Einbeziehung in die Entscheidungswege der hausärztlichen Betreuung. Anhand des Praktikumheftes wird testiert, welche der aufgezählten Tätigkeiten und Fähigkeiten der Studierende erlernt hat.

Der Praxisinhaber benotet das Blockpraktikum mit einer examensrelevanten Note. Zur Beurteilungsskala siehe Anleitung zur Zensurengebung.

Mit dem Praktikumsheft wird das BP zugleich evaluiert. Die Anleitung zur Erstellung des Blockpraktikumheftes muss im zuständigen Büro des Schwerpunkt Allgemeinmedizin abgeholt werden.

Vorlesung
Im vorletzten Semester des Studiums sind sechs Doppelstunden zu absolvieren, in
denen eine Aufarbeitung des hausärztlichen Themenspektrums mit den erworbenen
Kenntnissen und den gewonnen Erfahrungen vorgenommen wird. Es besteht keine
Anwesenheitspflicht. Eine Abschlussklausur der freien Beantwortung (m.e.q.)
führt zu einer Gesamtnote des Faches AM.

Wahlpflichtfach
Als Zusatzangebot für die Studierende im zweiten Abschnitt des Studiums finden Seminare für Kleingruppen (bis 10) zu ausgewählten Fragestellungen, zB Suchtmedizin, Palliativmedizin, Multimorbidität, Prävention statt.

Anleitung zu wissenschaftlichen Arbeiten
In Absprache mit den Leitern des Schwerpunktes AM können Dissertationen zu aktuellen und fachspezifischen Themen verfasst werden.